\epsilon_{ike} Blog
Blogeinträge:
02.02.08: Programmieren macht Spaß
15.08.06: Geld für Musik?
12.07.06: Dopingprotest
10.06.06: Nanokids
01.06.06: root file system
26.03.06: jabber.ccc.de
13.02.06: Von ICQ zu Jabber
15.01.06: Wikipedia
07.12.05: Sinnlos, aber lustig
30.11.05: Götz Werner
26.11.05: Norbert Wiener
22.11.05: Bundeskanzlerin im Netz
10.11.05: Flying Spaghetti Monster
04.07.05: Achern Duathlon
15.05.05: Kanada
02.02.2008: Programmieren macht Spaß...
Während des Studiums musste ich immer wieder kleinere Programme schreiben und habe dabei verschiedene Programmiersprachen ausprobiert. Keine hat mir jedoch wirklich zugesagt: Die Syntax war mir oft zu kryptisch und zu wenig intuitiv oder die Sprache weniger für allgemeine Problemstellungen entwickelt, sondern für bestimmte Anwendungen optimiert.
Vor einigen Wochen habe ich jedoch mit Python die erste Programmiersprache gefunden, mit der ich mich auf Anhieb anfreunden konnte und deren Syntax für mich sofort Sinn machte. Noch nie habe ich so schnell funktionierenden Code erzeugt, was die Motivation und den Spaß natürlich nur noch steigert. Und dazu ist Python auch noch OpenSource und auf praktisch jedem Betriebssystem verfügbar.
Ich will jetzt aber keine Einführung in und auch keinen Überblick über Python geben, das wurde schon oft genug gemacht. Falls jedoch jemand eine schnell zu erlernende und dennoch universelle Programmiersprache sucht, dann soll er sich doch mal folgende Links anschauen:
- Why Python? A nice to read article by Eric Raymond
- Python Tutorial A good starting point to learn Python
- How to think like (Python) Programmer Another great introduction
- Dive into Python A more advanced guide to Python
15.08.2006: Geld für Musik?
Bildquelle: wirhabenbezahlt.de
Ich gehöre zu den Leuten, die zwischendurch auch mal ganz gerne etwas Musik hören. Aber bei dem derzeitigen Verhalten der Musikindustrie frage ich mich immer häufiger, warum ich überhaupt Geld für Musik ausgeben sollte.
Wenn ich mir Lieder kaufe, dann mit folgenden Zielen:
- Ich möchte die Musik hören wie ich will, d.h. mit meinem CD-Player, am Computer, im Auto oder mit dem MP3-Player.
- Die gekauften Lieder möchte ich auf unbegrenzte Zeit anhören können, also auch noch in 5, 10 oder 50 Jahren.
Diese Anforderungen sollten doch eigentlich nicht überzogen sein, ja ich denke sogar, dass die meisten Menschen ähnliche Vorstellungen über die Nutzungsmöglichkeiten von gekaufter Musik haben. Man gibt also Geld für ein Produkt aus und verlangt dafür, dass dieses Produkt die gestellten Mindestanforderungen erfüllt.
Mittlerweile habe ich jedoch zunehmend den Eindruck, dass die Musikindustrie gar nicht versucht meinen Vorstellungen gerecht zu werden, sondern im Gegenteil darauf hinarbeitet, meine beabsichtigte Nutzung gerade zu verhindern:
Heutzutage kann man Musik legal über zwei Wege erwerben:
- Man kauft sich ganz traditionell die CD im Laden.
Die meisten CDs sind jedoch mit Kopierschutzmaßnahmen versehen, die verhindern sollen, dass der Käufer sie auf seinem Computer auslesen und speichern kann. Ursprünglich war Sinn und Zweck des Ganzen zu verhindern, dass die Lieder von der gekauften CD ausgelesen, komprimiert (in MP3, Ogg-Vorbis, etc) und in Tauschbörsen angeboten werden. Soweit ist das noch verständlich. Aber dieser Mechanismus hat auch zur Folge, dass ehrlich Käufer ohne Betrugsabsichten nicht mehr die Möglichkeit haben, die erworbene CD am Computer anzuhören oder die Lieder auf einen MP3-Player zu überspielen. - Man kauft sich die Lieder online und lädt sie sich auf den Computer herunter.
Bei dieser Variante ist es zwar möglich, sich die Lieder auf dem Computer und auf einem MP3-Player anzuhören, aber oft auch nur mit Einschränkungen: Die Lieder der großen Musiklabels sind nämlich üblicherweise mit DRM-Maßnahmen versehen, um die Verbreitung der Musik über Tauschbörsen zu verhindern. Auch hier haben die Sicherheitsmaßnahmen wieder Auswirkungen für den ehrlichen Nutzer: Man kann die Musikdateien nur auf einer beschränkten Anzahl an Computern abspielen und nicht beliebig oft auf CD brennen. Wenn ich mir also einen neuen Computer kaufe und meine Musiksammlung auf diesen übertragen möchte, dann kann es sein, dass die Lieder nicht mehr abgespielt werden können. Ebenso kann es sein, dass ich mir eine CD für die nächste längere Autofahrt zusammenstellen möchte, die Lieder jedoch nicht mehr brennen darf, weil das Brennkontingent schon ausgeschöpft ist.
Meine elementarsten Anforderungen werden also nicht erfüllt: Ich kann die Musik entweder nicht am Computer/MP3-Player hören oder nur eingeschränkt auf CD. Außerdem kann ich die Lieder entweder gar nicht erst elektronisch archivieren oder nicht beliebig oft auf neue Computer kopieren. Warum sollte ich also noch Geld für Musik ausgeben, wenn die Musikindustrie mir nicht bieten kann, was ich möchte?
Ich kann zwar verstehen, dass die Musiklabels sich vor unkontrollierter Weitergabe der Lieder im Netz schützen möchten, aber so stellen sie alle Kunden, auch die ehrlichen, unter Generalverdacht und schränken dazu noch seine Nutzungsmöglichkeiten ein!
Und als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, haben diese Kopierschutzmaßnamen auch noch Einfluss auf den stabilen Betrieb der PCs der Käufer. Wie in der c't (17/2006, S.95ff) berichtet, installieren einige CDs beim Einlegen in den Computer automatisch versteckte Programme, die eine Nutzung des Brenners verhindern, die den Nutzer zum Neustart des Systems zwingen oder gar den Rechner abstürzen lassen. Die Methoden der Unterhaltungsindustrie sind also von denen der Hersteller (illegaler (!)) Viren- oder Spywareprogrammen nicht mehr zu unterscheiden.
Und wie reagiert der Gesetzgeber auf nicht-standardkonforme CDs und die ungewollte Installation versteckter Programme? Er unterstützt diese Praktiken und nimmt sich sogar noch den zahlenden Nutzer zur Brust: Umgehung der Kopierschutzmaßnahmen (und sogar die Berichterstattung darüber) ist illegal. Wenn also eine kopiergeschützte CD in meinem Autoradio nicht läuft, ich sie darum am Computer auslese und anschließend brenne, damit ich sie auch im Auto hören kann, dann mache ich mich strafbar. Ich zahle also für eine CD, die ich nicht hören kann und mache mich strafbar, wenn ich versuche, dieses Problem zu lösen!
Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr...
PS: Gerade bin ich auf die Kampagne "Wir haben bezahlt" gestoßen. Auf dieser Seite finden sich noch einige weitere interessante Informationen zum Thema.
12.07.2006: Doping Protest Aktion
Bildquelle: doping-protest.com
Die Tour de France stellt für viele Radsportfans das sportliche Highlight des Jahres dar und die diesjährige Ausgabe im Jahr eins nach Lance Armstrong versprach so spannend zu werden wie lange nicht mehr. Jedoch bewahrheitete sich in der Woche vor dem Start der Tour, was sich schon länger angebahnt hatte: Der Dopingskandal um den spanischen Arzt Fuentes hatte größere Ausmaße als zunächst erhofft und führte zur Suspendierung einiger Topfavoriten wie Ivan Basso oder Jan Ullrich.
Für mich als Radsportfan war das eine große Enttäuschung: Haben unsere Idole uns all die Jahre angelogen und die anderen Sportler betrogen? Fährt im Profiradsport überhaupt jemand "sauber" oder muss man dopen um überhaupt mithalten zu können?
Einige enttäusche Radsportfans haben nun zu einer Doping Protest Aktion aufgerufen: In den drei Wochen der Tour de France sollen insgesamt 100.000 dopingfreie Radkilomenter zusammenkommen um zu zeigen, dass man auch ohne Doping Kilometer sammeln kann. Während dieser Protestfahrten sollen die Teilnehmer als Zeichen der Entrüstung ein schwarzes Band o.ä. am Rad oder Trikot tragen und sich so zu einem sauberen Radsport bekennen.
Also: Mitmachen, rauf aufs Rad, dopingfreie Kilometer sammeln und nebenbei noch etwas für die eigene Gesundheit tun! Eventuell kann dieser Dopingskandal nämlich auch noch positive Auswirkungen haben und dazu führen, dass die offenbar gängige Dopingpraxis von Fahrern, ihren Teams und deren Umfeld geächtet wird und der Radsport endlich ohne leistungssteigernde Mittel auskommt. Wir müssen den Profis einfach zeigen wie es geht...
10.06.2006: Nanokids
Bildquelle: Journal of Organic Chemistry
So macht Wissenschaft Spaß: Die Gruppe um Chemieprofessor James Tour an der Rice University hat Kohlewasserstoffmoleküle in Menschenform hergestellt. Dabei waren die Chemiker jedoch nicht nur vom wissenschaftlichen Spieltrieb motiviert, sondern möchten mit ihrem Projekt Nanokids Schulkindern eine bessere Vorstellung von der chemischen Bindung vermitteln. Dazu haben sie extra eine interaktive CD für den Chemieunterricht entwickelt, auf der sich auch Ideen für Eltern und Lehrer finden, wie man Kinder für Chemie begeistern kann. Ein Videoclip lässt sich auch direkt herunterladen (Achtung: 355MB). Wer genau wissen möchte, wie diese Moleküle synthetisiert werden, der wird im Journal of Organic Chemistry fündig (pdf, 374kb). Klasse Idee, mehr davon!
01.06.2006: Begin: Waiting for root file system...
Vor kurzem habe ich auf meinem Zweitrechner zum Ausprobieren Debian Etch installiert, die aktuelle Testing Version von Debian. Nach einigen Tagen und ein paar upgrades blieb der Rechner jedoch beim booten mit folgender Fehlermeldung hängen: Begin: Waiting for root file system...
Also habe ich im Internet nach einer Problem- und Lösungsbeschreibung gesucht und bin sofort fündig geworden. Anscheinend wird bei einem upgrade die Aktualisierung von udev zurückgehalten und um das Problem zu lösen muss man udev manuell updaten. Aber wie soll das gehen, wenn man das System gar nicht booten kann?
Hier möchte ich die Lösung von "Nemo DX Zimmer" wiedergeben, wie er sie Debian User Forum gepostet hat (Vielen Dank hierfür auf diesem Wege!), in der Hoffnung, dass sie auch bei euch funktioniert:
- Zunächst sollte man von einer Live-CD (z.B. Knoppix) booten, als root die problematische Root-Partition mounten und in dieses chrooten:
Hier steht natürlich /dev/hda1 für die root-Partition des Etch Systems. Ändert es also gegebenenfalls ensprechend.
su mount -t ext3 -o rw /dev/hda1 /mnt chroot /mnt
- Anschließend sollte man das System auf den neuesten Stand bringen und udev von Hand upgraden:
Danach war das Problem zumindest bei mir gelöst und ich konnte mein Debian Etch wieder problemlos nutzen.
aptitude update aptitude upgrade aptitude install udev
Abgesehen von diesem kleinen Problem läuft Etch bisher super stabil und ich bin begeistert: Der neue Installer macht die Installation zum Kinderspiel, die Programme sind aktuell und laufen stabil und die Aktualisierung des Systems ist dank apt debiantypisch komfortabel. Ich kann mich diesem Review nur anschließen: Debian Testing ist für mich das optimale Desktop-OS. Wer keinen allzugroßen Wert auf neueste Programmversionen legt und höchstmögliche Stabilität verlangt, der findet alternativ in Debian Stable eines der stabilsten und meistgetesteten Betriebssysteme überhaupt. Danke Debian!
26.03.2006: Zertifikatsprobleme bei jabber.ccc.de
Bildquelle: Jabber Software Foundation
Seit meinem letzten Eintrag habe ich mich etwas mit Jabber beschäftigt und finde, dass dieses Instant-Messaging Protokoll großes Potential hat. Wenn man sich jedoch die aktuellen Zertifikatsprobleme bei jabber.ccc.de anschaut, dann muss man sich fragen ob Jabber wirklich schon reif für den Masseneinsatz ist.
Das Problem bei Jabber ist sicher nicht die Technik, die scheint ausgereift und stabil zu sein; ich habe eher den Eindruck, dass die Benutzerfreundlichkeit verbessert werden sollte, indem die Jabber-Community sich mehr für "Nicht-Experten" öffnet und diese als Zielgruppe wahrnimmt. Der allergrößte Teil der Computerbenutzer möchte sich nunmal nicht Ewigkeiten mit Problemen rumschlagen um ein neues Programm zum Laufen zu bringen oder Probleme zu beheben. Daran sollte die Jabber-Community noch arbeiten.
Nun aber zu den Zertifikatsproblemen: Ein großer Vorteil von Jabber ist, dass man den Verkehr mit dem Server per TLS verschlüsseln kann. Hierfür benötigt man jedoch auch auf dem lokalen Rechner ein sogenanntes Zertifikat, das den Schlüssel des Servers enthält. Als das Zertifikat von jabber.ccc.de am 25.03. durch ein neues ersetzt wurde, gab es mit einigen Jabber-Clients (ich habe die Erfahrung mit Psi gemacht) Probleme mit diesem Zertifikat. Psi benötigt es nämlich in einem anderem Format als dem bereitgestellten und so habe ich mich (wie viele andere Nutzer auch) gefragt, wie ich denn nun den Verkehr mit dem Server wieder verschlüsseln könnte. Lange Zeit kamen nur Kommentare, die mir als "Nicht-Experte" wenig halfen und eine offizielle Anleitung oder ein angepasstes Zertifikat für Psi war auch nicht zufinden. So ein Zertifikatswechsel könnte auch etwas reibungsloser ablaufen!
Aber ich möchte jetzt nicht meckern, schließlich werden die meisten Jabber-Server von Freiwilligen in ihrer Freizeit betrieben und wir alle sollten froh sein, dass sie diese Arbeit unentgeltlich für uns übernehmen. Daher möchte ich nicht nur kritisieren, sondern auch einen (hoffentlich) konstruktiven Beitrag leisten und beschreiben, wie ich die Verschlüsselung unter Psi schließlich zum Laufen gebracht habe:
- Class 1 und Class 3 Keys von jabber.ccc.de von cacert im PEM-Format runterladen. Dann hat man die Dateien root.crt und class3.crt
- Leere Textdatei erstellen, ich habe sie ccc-cert-psi.xml genannt.
- Diese Datei bekommt dann diesen Inhalt:
<store> <certificate> <data> Hier der Inhalt von root.crt aber OHNE die Zeilen -----BEGIN CERTIFICATE----- und -----END CERTIFICATE----- </data> </certificate> <certificate> <data> Hier der Inhalt von class3.crt aber OHNE die Zeilen -----BEGIN CERTIFICATE----- und -----END CERTIFICATE----- </data> </certificate> </store>
- Nachdem ich diese Datei im certs-Verzeichnis von Psi ( /usr/share/psi/certs bzw c:\program files\psi\certs ) gespeichert habe, hat sich Psi ohne zu meckern mit jabber.ccc.de verbunden.
Ich hoffe, diese Kurzanleitung funktioniert auch bei euch.
13.02.2006: Von ICQ zu Jabber
Bildquelle: Jabber Software Foundation
ICQ hat vor kurzem sein Protokoll zur Übertragung von Textnachrichten umgestellt, was zur Folge hat, dass einige Multiprotokollclients wie Miranda oder Gaim nun Probleme mit der Nachrichtenübertragung haben. Da ICQ ein proprietäres Protokoll benutzt, können diese Drittanbieter auf Veränderungen im Protokoll oft nur über Reverse Engineering reagieren.
Beim Surfen im Netz bin ich außerdem auf einen interessanten Kommentar zu den Nutzungsbedingungen von ICQ gestoßen. Damit habe ich eine gute Gelegenheit gefunden, auf Jabber hinzuweisen. Jabber ist ein offenes Instant-Messaging-Protokoll, das heißt die genauen Spezifikationen der Nachrichtenübertragung sind jedem zugänglich. Daher können Drittanbieter effizient Clients (also Chatprogramme) entwickeln und müssen sich keine Gedanken über eventuelle unangekündigte Protokolländerungen machen. Sicherheitsbedachte Jabber-Nutzer können übrigens ihren Chatverkehr verschlüsseln (z.B. mit gnupg) und müssen keine Angst haben, dass ihre Nachrichten auf einem zentralen Server abgespeichert werden.
Einen guten Einstieg in Jabber gibt es auf deshalbfrei.org. Wer eher technische Informationen sucht, wird auf jabber.org fündig. Dort gibt es übrigens auch eine ausführliche Anleitung.
Viele IM-Clients wie Miranda, Gaim oder Kopete unterstützen übrigens Jabber. Ihr könnt also einfach eure bisherigen Clients weiterverwenden, um Jabber zu testen. Probiert es mal! Ich habe seit einiger Zeit auch einen Jabberaccount und alles funktioniert bestens.
By the way, Google Talk ist "fully interoperable" mit dem Jabber Protokoll.
15.01.2006: Happy Birthday, Wikipedia!
Bildquelle: Wikimedia Commons
Die Wikipedia wird heute 5 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!
Ich persönlich kann mir ein Web ohne Wikipedia kaum noch vorstellen. Wenn man mal etwas nachschlagen möchte oder ein zufällig gefundenes interessantes Thema vertiefen möchte, dann wird man dort fast immer fündig. Ich selbst habe bis auf ein paar Rechtschreibkorrekturen noch nichts zur Wikipedia hinzugefügt, aber eigentlich sollte man dem Projekt ja etwas zurückgeben und zum weiteren Erfolg beitragen.
Erst vor Kurzem bin ich auf die Schwesterprojekte der Wikipedia aufmerksam geworden: Die Idee von Wikibooks, freie Lehrbücher zu erstellen, finde ich klasse. Wie erwartet kommt das Projekt jedoch nur langsam voran und gerade bei einem solchen Vorhaben ist die Qualitätssicherung sehr wichtig. Wenn man sich auf der Suche nach Bildern, Photos, Musik, etc keine Gedanken um eventuelle Copyrightverletzungen machen möchte, dann ist Wikimedia Commons unersetzlich. Schließlich gibt es noch das Wikiwörterbuch Wiktionary, die Zitatsammlung Wikiquote, die Lebensenzyclopädie Wikispecies und die Nachrichtenseite Wikinews. Wer mehr über Wikipedia erfahren möchte, schaut am besten bei der Wikipedia nach.
Wenn ich schon dabei bin, dürfen natürlich auch Funwikis wie die deutschsprachigen Kamelopedia und Stupidedia und natürlich die sinnfreie Wikipediaparodie Uncyclopedia mit dem legendären Oscar Wilde nicht fehlen. Wenn man mal was zum Schmunzeln braucht, wird man dort mit Sicherheit fündig.
07.12.2005: Sinnlos aber lustig
Falls ihr mal wieder eine herrlich sinnlose Diskussion führen wollt, dann werdet ihr dieser Tage wieder im Heise Forum fündig. Heute gibt's das Thema Leckströme. Dass es aber auch Witze gibt, über die wohl nur Masochisten lachen können, demonstriert spiegel-online mit einem Artikel über die miesesten Witze Deutschlands. Manche sind wirklich zum Weinen.
Soviel zum heutigen Wechselbad der Gefühle...
30.11.2005: Neue Ideen braucht das Land
Götz Werner, der Chef von dm, hat heute in einem Spiegel Interview mal wieder seine durchaus interessanten Überlegungen zu einer Gesellschaftsreform dargelegt. Schon im Juli hatte Werner in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung (hier der zweite Teil) seine Ansichten geäußert, wie ich finde noch etwas klarer als im aktuellen Spiegel Interview.
Mit seiner Initiative "Unternimm die Zukunft" wirbt Werner für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger. Außerdem möchte er alle Steuern auf Einkommen abschaffen und die Umsatzsteuer als einzige Steuer beibehalten (diese müsste jedoch stark erhöht werden, auf bis zu 50%). Davon verspricht er sich, dass die Bürger sich ohne Druck gemäß ihrer Möglichkeiten in die Gesellschaft einbringen können, z.B. würden soziale Tätigkeiten sich wieder lohnen.
Ebenfalls interessant ist seine Meinung zur Arbeitslosigkeit: Götz Werner meint, die Arbeitslosigkeit sei ein Indiz dafür wie gut es uns gehe, weil ja schließlich noch nie so wenige Leute für einen so hohen Lebensstandard der Gesellschaft arbeiten mussten...
Nachtrag: Wie ich gerade von Matthias erfahren habe, arbeitet Werner wohl auch am Interfakultativen Institut für Entrepreneurship an der Uni Karlsruhe. Auf seiner dortigen Homepage erfährt man übrigens, dass er in Heidelberg geboren wurde.
Darf oder sollte sich eigentlich ein (wissenschaftlich arbeitender) Professor so klare Aussagen erlauben, wie Werner sie in seinen Interviews trifft? Oder ist es andersherum vielleicht sogar ein Problem, dass nicht mehr Wissenschaftler vereinfachte oder sogar polarisierende Aussagen über ihre Arbeit machen? Ich denke gerade an Klimaforscher, von denen ich mir manchmal pauschalisiertere aber dafür schockierendere Äußerungen wünsche. Anders gefragt: Darf ein Wissenschaftler es sich erlauben, seine Forschungsergebnisse unwissenschaftlich aber allgemeinverständlich zu verkünden? Oder ist dies gar seine Pflicht?
Ich vermute, man kann hier schlecht Naturwissenschaftler mit Wirtschaftswissenschaftlern vergleichen, die mit einem Fuß in der Politik stehen...
26.11.2005: Wer war eigentlich...Norbert Wiener?
Heute hätte Norbert Wiener seinen 111. Geburtstag gefeiert. Er gilt als der Begründer der Kybernetik und von ihm stammt die provokative Aussage "Das Gehirn ist ein Computer.". Er kam dem Prototyp des zerstreuten Wissenschaftlers wohl sehr nahe, weshalb es auch einige lustige Anekdoten über ihn gibt.
22.11.2005: die erste Bundeskanzlerin im Netz
Wie heise.de heute berichtet wohnt Frau Merkel im Moment noch auf bundeskanzlerin.bundesregierung.de. Lange wird es jedoch wohl nicht mehr dauern, bis sie sich endlich auf www.bundeskanzlerin.de präsentieren darf.
Wie üblich gab es im Forum zu diesem Artikel auch gleich ein paar interessante Weblinks:
- Schaut mal wohin www.wahlbetrug.de führt...
- ...oder www.leere-versprechen.de...
- ...oder gebt mal bei google.de "failure" ein und klickt auf "I'm Feeling Lucky"
- Gut ist auch dieser Forumsbeitrag mit einem Auszug von der Kinderseite von bundeskanzlerin.bundesregierung.de und ebenso diese Antwort.
- Wie erwartet durfte auch der satirische Kommentar zu den Auswirkungen der gezwungenen Gleichberechtigung in der deutschen Sprache nicht fehlen, trotz dieser Richtigstellung.
So, genug Zeit sinnfrei verbracht für heute.
10.11.2005: Kreationisten vs. Wissenschaftler
Schon seit Längerem versuchen Kreationisten, ihre Lehre als Gegenpol zur Evolutionstheorie Darwins im Biologieunterricht an amerikanischen High Schools zu etablieren. Nach anfänglichen Misserfolgen versuchen sie nun, ihre Ansichten als wissenschaftliche Theorie des Intelligent Design zu verkaufen und haben damit die amerikanische wissenschaftliche community in die Defensive gedrängt. Dies hat nun schließlich dazu geführt, dass die Schulbehörde von Kansas entschlossen hat, Kreationismus verpflichtend in den Lehrplan aufzunehmen.
Bildquelle: venganza.org
Bildquelle: venganza.org
Jetzt gibt es jedoch eine satiristische Gegentheorie, eine neue "Religion", nach der die Welt von einem fliegendem Spaghetti Monster (FSM) geschaffen wurde (siehe ergänzend auch den Artikel in der Uncyclopedia). Bobby Henderson, Gründer dieser Religion hat nun in einem offenen Brief an das Kansas School Board gefordert, die Lehre des fliegenden Spaghetti Monsters müsse gleichberechtigt neben der Theorie des Intelligent Design in den Schulunterricht aufgenommen werden.
Die Religion vom FSM wächst rapide und ihre Anhänger sind so sehr von ihren Ansichten überzeugt, dass sie sogar eine Million Dollar demjenigen zahlen wollen, der beweisen kann, dass Jesus nicht vom FSM abstammt.
04.07.2005: Achern-Duathlon und Vorbereitungen für Alpencross
Leider musste der Sprint-Triathlon in Achern kurzfristig in einen Duathlon umgewandelt werden und ich (als Superläufer ;-) ) bin daher dort nicht gestartet. Jedoch laufen im Moment die Vorbereitungen für den geplanten Alpencross mit dem Mountainbike auf Hochtouren. In der Uni stehen nun zum Semesterende noch ein paar Klausuren an, aber bald ist das ja geschafft.
15.05.2005: Kanada
Mittlerweise steht fest, dass ich im August im Rahmen des Ontario-Baden-Württemberg Austausches für ein Studienjahr an die University of Waterloo gehen werde. Ich freue mich schon darauf, ein anderes Studiensystem kennenzulernen und mein Englisch mal wieder etwas aufzufrischen. Es werden bestimmt einige tolle Erlebnisse auf mich warten. Aber bis dahin heißt es erst mal, die nötigen Vorbereitungen zu treffen.
zuletzt geändert am 02.02.2008 von Eike Nicklas
